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Abteilung für Tumorforschung

Dr. Georg Brunner

 

Abteilungsleiter:

Dr. Georg Brunner


Telefon: 0251 32 87- 651
Fax: 0251 32 87- 655

 


Forschungsaktivitäten

Die Aktivitäten in der Abteilung lassen sich in vier Kategorien aufgliedern:

• Strategische Grundlagenforschung
auf internationalem Niveau zur Aufklärung wichtiger molekularer Prinzipien der Tumormetastasierung, Wundheilung und Narbenbildung


Klinische Studien zur Etablierung neuer, leistungsfähiger Marker für die Tumorprognose


Serviceleistungen für die klinischen Abteilungen, deren Ergebnisse als ergänzende Grundlage von Therapieentscheidungen dienen können


Entwicklung neuartiger, patientenspezifischer Therapieansätze im Bereich Tumormetastasierung, Wundheilungsstörungen und Fibrosen

Grundlagenforschung
Die molekularen und zellulären Mechanismen, die für die Metastasierung bösartiger Tumoren verantwortlich sind, ähneln in vielen Aspekten denen der Wundheilung, sind aber in Tumorzellen häufig fehlreguliert. In unseren Forschungsprojekten konzentrieren wir uns auf das Studium dieser Mecha-
nismen, die der Tumormetastasierung und der Wundheilung gemeinsam zugrunde liegen, z. B. des Gewebsabbaus durch hydrolytische Enzyme (wie Proteasen und Phospholipasen) sowie der Aktivierung potenter Wachstums-
faktoren (z. B. des Transformierenden Wachstumsfaktors TGF-b).

Klinische Studien
Ziel unserer klinischen Prognosestudien ist es, molekulare Eigenschaften des malignen Melanoms und des Plattenepithelkarzinoms zu identifizieren, die mit der Bösartigkeit der Erkrankung korrelieren. Neue, aussagekräftigere Marker der Tumormalignität werden dringend benötigt, um eine präzisere, individuelle Diagnose des Krankheitsverlaufs sowie patientenspezifische Therapieent-scheidungen zu ermöglichen. Es ist uns kürzlich gelungen, neun genetische Marker ("Gensignatur") zu identifizieren, die bei Erstdiagnose des kutanen malignen Melanoms eine langfristige  Prognose des klinischen Verlaufs der Tumorerkrankung ermöglichen, und zwar unabhängig von den konventionellen Kriterien (AJCC 2002 - Klassifizierung). Dies kann zu einer Veränderung der diagnostischen und therapeutischen Standards beim malignen Melanom führen.
Papers von Dr. G. Brunner hierzu:
A Nine-Gene Signature Predicting Clinical Outcome in Malignant Melanoma
und
A Nine-Gene Signature, Expressed in Freh and FFPE Primary Tumor Tissue, Predicts Clinical Outcome in Malignant Melanoma

Klinische Serviceleistungen
Die Zukunft der Tumorbehandlung liegt in patientenspezifischen Therapieansätzen. Wir werden den klinischen Abteilungen der Fachklinik Hornheide deshalb in Zukunft verschiedene moderne Analysetechniken anbieten, mit denen ein patientenspezifisches Profil des Tumors bzw. des Immunstatus erstellt werden kann.
Dazu wird das Proteinmuster im Tumorgewebe sowie im Patientenblut mit Hilfe der DNA-Mikrochip-Technik und massenspektrometrischer Methoden analysiert.
Darüber hinaus werden die Immunabwehrreaktionen des Patienten gegen den Tumor bzw. das Tumorsensitivitätsspektrum auf Chemotherapeutika erfasst.

 

Zukunftsperspektiven
Unsere Forschungsprojekte und klinischen Studien sind darauf ausgerichtet, neuartige molekulare Targets und Therapiekonzepte für die Behandlung metastasierender Tumoren, Wundheilungsstörungen, und exzessiver Narbenbildungen (Fibrosen) zu entwickeln.
Die in diesem Zusammenhang wichtigen biologischen undmedizinischen Fragestellungen werden in gemeinsamen Anstrengungen mit internationalen Gastwissenschaftlern an der Fachklinik Hornheide sowie in Zusammenarbeit mit Forschergruppen im In- und Ausland (an den Universitäten von Boston, Michigan, Manchester, Kopenhagen, Münster, Hamburg, München) in Angriff genommen.

Erfolg
Erfolgversprechende Ergebnisse unserer Forschungsarbeiten werden gemeinsam mit kooperierenden Firmen im In- und Ausland patentiert und in weiterführenden Studien wird eine Umsetzung in die klinische Anwendung angestrebt. Die Forschungsaktivitäten unserer Abteilung werden, außer durch den Förderverein der Fachklinik Hornheide, aus externen staatlichen und industriellen Mitteln finanziert (z. B. der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Dr. Mildred-Scheel-Stiftung), um deren Vergabe ein harter Konkurrenzkampf herrscht. Da dies unseren wissenschaftlichen Fortschritt limitiert, sind wir auch auf private Unterstützung angewiesen. Aus diesem Grunde wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie (oder Ihre Angehörigen und Freunde) durch Spenden an den Förderverein der Fachklinik Hornheide (Konto-Nr. 71 20, SPK Münsterland-Ost, BLZ 400 501 50; mit Angabe des Verwendungszwecks „Förderung der Tumorforschung“) unsere Arbeiten unterstützen würden.

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